Tape-On Extensions!!

Hallo zusammen! 
Dieses Mal weniger Worte, dafür mehr Bilder! Es dreht sich alles um meine Tape-On Haarverlängerung von xtend-your-hair.de. Hier findet ihr den Werbedreh bei dem ich mitgewirkt habe und meinen kleinen "Testbericht" zu dieser Verlängerungsmethode! 




Zwei meiner Freundinnen haben sich übrigens auch schon für die Tape-On Methode entschieden. Ich kann euch aber nur empfehlen, nicht zu sehr zu geizen, denn es tun sich große Unterschiede in der Qualität der Extensions von verschiedenen Herstellern auf.

Wer noch gerne etwas wissen möchte: Einfach fragen!

Bis dahin!!!

Musikvideo - "Yeah, Baby gib' alles?!"

Ich habe lange überlegt ob ich über dieses Thema schreiben soll oder nicht. Letztendlich möchte ich es doch tun und dabei kein Blatt vor den Mund nehmen, denn man muss sich auch als Hobby-Modell nicht alles gefallen lassen:

Vor einigen Wochen wurde ich also über die Plattform Model-Kartei.de darauf angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, an einem Musikvideodreh mitzuwirken. "Grundsätzlich schon", dachte ich mir und wollte Genaueres wissen. Es ging um ein Musikvideo aus dem Bereich "Dance/Electro/House" (oder wie auch immer, ich bin leider nicht so der große Musikkenner.).
Die Aufnahmebereiche sollten "Kurz und knapp" sein, insgesamt sollten die Darstellerinnen eher "sexy" auftreten, das verkaufe sich schließlich besser. 
Da ich allerdings in meinem Leben nicht mehr naiv an den großen Durchbruch glaube und deswegen nicht all mein Fleisch in die Kamera halten will, nur um ein wenig Aufmerksamkeit und Hoffnung zu erhaschen, sondern lieber einen bodenständigen Beruf anstrebe, habe ich direkt für mich bestimmt, dass ich auf keinen Fall im Bikini, Dessous oder Ähnlichem dort a la "billige GoGo" 'rumhampeln werde. Dass das Manche wohl anders sehen, das wurde mir dann am Drehtag klar - aber jeder bestimmt ja schließlich selbst, was er für angebracht hält und was nicht. 
Jedenfalls habe ich wegen meiner Neugierde teilgenommen, natürlich nachdem ich abgeklärt habe, dass es auch okay ist, wenn ich bspw. Partykleider trage.

Der Drehtag selbst war insgesamt sehr entspannt, die anderen Darstellerinnen sowie die Verantwortlichen waren freundlich - ABER -  zu trinken und zu essen gab' es NICHTS - nada (Und ich war 7 Stunden dort, andere noch länger). Für mich der Super-Gau, wenn man sich mal überlegt, dass man auf einer Hobby-Plattform acht Mädels ausgräbt, die keine Gage bekommen und denen auch keine Entschädigung für das Abtreten ihrer Rechte am Material gezahlt wird. Überhaupt beweist die Tatsache, dass nichtmal ein Kasten Wasser (99 cent im ALDI) organisiert wurde, schlechte Gastgeberqualitäten....okay, ich gebe zu: Eine Flasche Jack Daniels war anwesend. War wohl als Wasserersatz gedacht. Autsch.
Im Nachhinein wollte man wohl einfach möglichst billig ein Musikvideo produzieren - ja, das sage ich ganz offen, auch auf die Gefahr hinaus, dass ich nun als "überhebliche Zicke, die denkt sie sei etwas ganz Besonderes" gelte. Die Rechtfertigung dafür, wurde aber indirekt während des Drehs geliefert. Dieses Musikvideo sei schließlich eine Art Casting, mit dem man feststellen wolle, mit welchen Mädels man nochmal zusammenarbeiten möchte. 


...ACHSO!!! 

Na dann reiss ich ja doch alle meine Klamotten vom Leib und shake meinen butt, was das Zeug hält, damit ich die Ehre habe, noch einmal für umsonst in einem eurer Musikvideos mitmachen zu dürfen.

...NICHT.
(schließlich ist das Modeln nur ein Hobby und kein ernstzunehmendes Standbein für mich)

Ein konkretes Drehbuch wurde uns auch nicht vorgestellt - einfach hinstellen und zappeln. Manche "Glückliche" durften auch diverse Gegenstände ablecken - Nein, für sowas habe ich mich nicht hergegeben. Durch den chaotischen Ablauf konnte ich mich gezielt zurückhalten und die Spotlights den Anderen überlassen. Denn ich kann mir denken, dass man im Eifer des Gefechts, gerne mal seine Grenzen aus einer Laune heraus überschreitet, deshalb ist es umso wichtiger, sich nicht mitreißen zu lassen und sich vorher klar zu machen, was man will und was nicht. Und an einem Eis lutschen um bei potentiellen, männlichen Zuschauern gewisse Zonen anzusprechen, das wollte ich garantiert nicht und das war mir auch zu blöd. Erst recht, wenn man keine genaueren Angaben zum Video bekommt und nicht weiß, wie sowas am Ende dargestellt wird und letztendlich wirkt.

Nun insgesamt bleibt mir nur zu hoffen, dass ich nicht oft in diesem Video zu sehen sein werde (warum auch, schließlich hab' ich weder an 'nem Eis gelutscht, noch meine Brüste, auf dem Boden tanzend, in die Kamera unter mir schwabbeln lassen).

Und die Moral von der Geschicht': Zwischen sexy und sexy liegen Welten. 


Demnächst möchte ich übrigens über meine Tape-On-Haarverlängerung berichten!! 
Vorab: Ich bin super zufrieden!

Miss Köln-Wahl 2013 auf der Rhein-Schau Köln

Wie ich bereits erwähnte, gibt es neben dem Veranstalter den ich im vorangegangenen Post mehr oder weniger beschrieben habe, noch einen weiteren Veranstalter, dessen Vorgehensweisen ich aus meiner persönlichen Sicht heraus, als deutlich "transparenter", "freundlicher" und "seriöser" beurteilen würde. Da ich nicht gedenke diesen Veranstalter in ein negatives Licht zu stellen, sollte es kein Problem sein (auch um Missverständnisse vorzubeugen) das Kind beim Namen zu nennen: 
Die Rede ist hier von der Miss Germany Corporation - kurz MGC.
Um an einer Wahl teilzunehmen, bewirbt man sich einfach via Bewerbungsbogen (erhältlich auf der Homepage) und geeigneten Fotos bei der MGC selbst. Zu gegebener Zeit wird man dann zu den Wahlen in der eigenen, örtlichen Umgebung eingeladen und kann entscheiden, ob man teilnehmen möchte oder nicht.  Ich kann es jedenfalls nur empfehlen, sofern man Spaß daran hat sich zurecht zu machen und vor Publikum sowie einer Jury aufzutreten. Grundsätzlich wird man von den Mitarbeitern der MGC sehr freundlich behandelt, was möglicherweise nicht zuletzt an der Tatsache liegt, dass die MGC in den Händen eines Familienunternehmens ist und dort ein etwas anderes Weltbild herrscht. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltern, finden die Wahlen der MGC auch nicht ausschließlich in Discotheken und Clubs statt (das ist sogar eher selten der Fall), sondern auch auf Messen, in Einkaufszentren, Autohäusern, in Hotels usw.; was das "verruchte" Image von Miss-Wahlen aufpoliert.

Soviel jedenfalls dazu. 

Nun erhielt ich vor ca. einem halben Jahr die Einladung zur Miss Köln, recht weit entfernt von meiner Heimatstadt, doch das nahm ich gerne in Kauf, schließlich schaltete sich bei mir erneut das berühmte Kopfkino ein. (Ich weiß nicht, ob ich so anfällig für Misswahlen bin weil ich ein unbehandeltes Prinzessinnentrauma aus meiner Kindheit mit mir 'rumschleppe ... aber darum geht's ja auch gar nicht.) 
Jedenfalls bereitete ich mich dieses Mal wesentlich abgebrühter vor, denn ein Déja-vu galt es auf jeden Fall zu vermeiden. Zu meiner Vorbereitung zählte unter anderem der Besuch eines Sonnenstudios um einen gesunden Teint zu bekommen und zwischen den anderen Kandidatinnen NICHT so weiß zu leuchten als sei man das, gerade auf die Erde hinabgestiegene, Mondkind. Dann ist die Wahl eines passenden Kleides besonders wichtig - lieber Kurz als lang, das vermindert die Chance auf einen legendären Stolperunfall und wenn, dann keine schweren Ballkleider - erst recht nicht auf einer Städtewahl! Die passenden Silikon-Einlagen für den BH und das Bikinioberteil dürfen auch nicht fehlen (Tja, was man nicht hat, macht man sich halt).Und das Wichtigste: Sport, Sport, Sport!!
...
...
Sag' ich mir jedes Mal, hat aber bisher nie geklappt. An dieser Stelle ein fetter Seufzer bitte.

Wichtig sind zudem gepflegte Haare und Nägel (ja, die Fußnägel sind auch Nägel) schließlich steht man während solcher Wahlen ständig unter Strom, da ist es wichtig sich gänzlich wohl und gepflegt in seinem Körper zu fühlen.

Jetzt aber mal zum eigentlichen Ablauf der Wahl:

Begonnen hat alles mehr oder weniger mit den Proben der Choreographie auf einem sehr chicen Laufsteg in der Köln-Messe. Bis dahin lief auch alles glatt für mich! 
Bis ich mich beim ersten offiziellen Durchgang der Wahl total verlaufen habe....im wahrsten Sinne des Wortes. Wäre eigentlich nicht schlimm gewesen; da ich aber eine Laufpartnerin hatte, die sich bestens an den richtigen Ablauf erinnern konnte, sah ich umso bescheuerter aus und damit war die Wahl für mich eigentlich gelaufen - dachte ich zumindest. 
Dann ging's in die Interviews - kein Rosa Elefant - keine böse Sternzeichenfrage, alles easy.
Beim Bikini-Durchgang konnte ich mir die Choreo dann auch wieder in Erinnerung rufen und ich war, abgesehen von meinem anfänglichen Patzer, recht zufrieden mit mir. 


Ein gekonntes Lächeln brachte ich ebenfalls (mehr oder weniger) über die Lippen, das ist ja sowieso ein eigenes Kapitel. 
Achtung, Zwischensequenz dazu:
Da läuft und steht man auf der Bühne, lächelt was das Zeug hält (und das ist, aufgrund vor Nervosität zuckenden Mundwinkeln, eh schon schwer genug), schlendert in Richtung Jury und als DANN die Blendung durch das Scheinwerferlicht, am Rande des Laufsteges auf Juryhöhe, nachlässt, bemerkt man, dass man wie ein Honigkuchenpferd in die !ernst! und !kritisch! dreinblickenden Gesichter der Jurymitglieder und des Publikums strahlt...iss scho eher unangenehm sach ich euch. Aber dann stellt man sich einfach naiv und lächelt sowas wech - feddich!

Am Ende sprang' dann auch tatsächlich der dritte Platz für mich heraus über den ich mich freute als hätte ich die Wahl gewonnen. Immerhin war das mein erster, kleiner Erfolg, yey!

Ja, und jetzt warte ich auf die Miss NRW-Wahl. Was wieder bedeutet: Kleid und Schuhe mit Bedacht auswählen, auf den Teint achten, lockeres Laufen und Lächeln üben UND 
-> Sport   ...!

...und ich weiß jetzt schon, dass Letzteres gelogen ist :D



Ich mit der Erst- und Zweitplatzierten




Presseartikel zur Wahl - entstanden am Vortag im Consilium

Meine erste Miss-Wahl

Info: Die hier getätigten Äußerungen entsprechen nur meiner persönlichen Realität und müssen nicht mit der Realität anderer Personen oder Gruppen übereinstimmen.


Es geht weiter mit Erzählungen und Anekdoten über meine erste Miss-Wahl:

KATASTROPHE auf ganzer Linie! 

Prinzipiell würde dieser Catch-Phrase völlig ausreichen, jedoch hole ich gerne etwas aus...

Zunächst einmal: Kennt Ihr das Gefühl, wenn Ihr euch via Kopfkino die malerischsten Zukunftsvisionen vorstellt wie "Pha, die Prüfung stecke ich locker weg.", "Heute abend werden in der Disco alle auf mich schauen!", oder "Dieses Kleid kann nur geil an mir aussehen!!"?....ja und plötzlich schlägt der Kopf auf den harten Boden der Realität auf und man stellt fest, dass man nur eins von 867353748901245* unbedeutenden Staubkörnchen im luftleeren Universum ist - anstatt des strahlenden Mittelpunktes des Planetensystems.
Tja so ging's mir auch - nur dass mein Aufschlag bereits passierte, noch bevor die Wahl selbst überhaupt begonnen hatte:

Stellt euch vor, Ihr sitzt aufgeregt und voller positiver Energie, zusammen mit den anderen Kandidatinnen im provisorischen Backstagebereich einer Discothek. Ihr seid gespannt, ihr seid aufgeregt. Dann auf einmal: Vorhang auf und herein kommt - bildlich gesprochen - ein rosa Elefant mit Seidenschal und zertritt all eure kostbaren Porzellankästchen. Denn genau dieser rosa Elefant mit Seidenschal (der Veranstalter) begrüßte mich mit einem (Achtung, Spotlights):

"Hallo....DU machst aber NICHT mit - oder?"

...?!WTF!?

"Nein, ich bin hier nur die Putzfrau, mein Name ist Aschenputtel, und ich habe mich einfach zu den Kandidatinnen gesetzt weil ich mal wissen wollte wie das so ist.", dachte ich mir. 

Wie unverschämt kann man bitte sein? Immerhin wurde ich eingeladen und habe mich nicht aufgedrängt. Okay, ich war ungeschminkt, ich hatte ungemachte Haare, noch dazu trug ich meine fusselnde, kotzgrüne Wolljacke von H&M, die meine "Schönheit" wohl eher weniger betonte. Jedoch war in der Einladung ausdrücklich erwünscht, dass die Kandidatinnen als "Rohmaterial" eintreffen, da man vor Ort für die Visagie gesorgt habe. Ha - Ha. 
Lektion Nr. 1: "Wenn Visagie angekündigt wird meint das eigentlich, dass man bereits aufgestylt zu erscheinen hat, denn graue Mäuse will dort auch vor Show-Beginn keiner sehen."

Nachdem ich dann mein Selbstwertgefühl durch die Inanspruchnahme der Visagie aufgebessert hatte, ging's weiter zur Hairstylistin. Ja die Hairstylistin.....Da ich nicht so recht wusste, wie ich meine Haare haben möchte (ich war unerfahren), schwieg ich einfach und überließ ihr vertrauensvoll mein wertvollstes Körperteil.
Ein fataler Fehler wie sich sogleich herausstellen sollte. 
Meine Glamourfrisur für den "großen" Auftritt sah aus wie ein einbetonierter Playmobil-Haarhelm mit einer Aliengleichen Beule am Hinterkopf (antoupieren war immerhin der letzte Schrei). Ja und spätestens als ich dann noch feststellte, dass sich einzelne Kandidatinnen super mit der Jury zu verstehen schienen, während ich noch mit der Überlänge meines Kleides kämpfte, ja, da war der Abend für mich emotional gesehen so gut wie gelaufen. 
In den Händen der Hairstylistin

Die Bikinirunde!
Nach dem "Todesstoß" - Ich hatte echt keinen Bock mehr.


                                                    
Den endgültigen Todesstoß versetzte mir dann wieder der Rosa Elefant mit Seidenschal - ich sag' euch: Nehmt euch in Acht vor Männern mit Seidenschal!!! Vor allem wenn sie dazu noch die Kombination Jacket/T-Shirt/Seidenschal tragen.

Im Interview stellte er mir folgende Frage:
"Du bist von Sternzeichen Krebs?.....Einen Schritt vor und einen zurück?"

!!!??WTF No. 2??!!!

1. Die Tatsache, dass er wusste was ich von Sternzeichen bin, lässt darauf schließen, dass diese Frage pure Berechnung war.
2. Männer die sich mit Astrologie auskennen sind mir unheimlich. Vor allem wenn sie dabei - Achtung - SEIDENDSCHAL tragen!!!
3. Was antwortet man auf so eine dämliche Frage?

Meine Antwort verschweige ich aus Scham-Gründen, jedoch war folgendes NICHT meine Antwort:

"Naja, sicherlich hat jeder Mensch, unabhängig von seinem Sternzeichen, mal einen guten und mal einen schlechten Tag, jedoch glaube ich gar nicht an solche unfundierten Wissenschaften wie die Astrologie und lasse mich daher nicht davon beeinflussen."

Schlussendlich habe ich die Wahl natürlich nicht gewonnen und meine Reise nach Hause glich der sinkenden Titanic. Aber was soll's, welcher Veranstalter lässt schon eine Teilnehmerin gewinnen, die er quasi blind auf einer Plattform für Hobbymodelle ausgegraben hat? Daher sehe ich meine Teilnahme an dieser Wahl mehr als Komparsen-Rolle, die eigentlich auch hätte bezahlt werden können ;D

                                       (Heute, nach ein paar Jahren geht es jedoch auch anders...)



Dass solche Wahlen aber auch fair und toll sein können, das zeigte mir ein anderer Veranstalter dessen Geschäftsführung ein Familienunternehmen ist. 


Es ist Zeit für ein Wortspiel: Miss-Wahl, Miss-Fallen, Mis(s)-Thaufen, Miss-Verständnis, Mis(s)-Tgabel, Miss-Trauen, Miss-Glückt....

* Und zwar ein so dermaßen unbedeutendes Staubkörnchen, dass sich vermutlich niemand die Arbeit macht überhaupt die Anzahl der unbedeutenden Staubkörnchen zu lesen. ;)

Vom Self-Shot zum professionellen Foto

Super, das Profil ist angelegt und die Besucher lassen nicht lange auf sich warten, ebenso die ersten Anfragen. Jedoch klingen diese bei weitem nicht so glamourös, wie man bzw. Frau sich das so gewünscht hat (mal ganz zu schweigen von vereinzelten, dubiosen Gestalten die dort ihr Unwesen treiben) - aber jeder fängt ja mal klein an, also habe ich recht fix das erste Shooting ausgemacht. 
Doch plötzlich stand ich vor einem Problem...."Was, bitte, ziehe ich überhaupt an?" Wenn ich an die Zusammenstellung meiner Garderobe von damals denke, muss ich noch heute schmunzeln...denn der Blick in meinem damaligen Kleiderschrank gab' nicht viel her außer "Zu grau", "Zu schwarz", "Zu langweilig", "Wieder zu grau", "Zu sackig", "OH!....ach ne, doch nicht". Und in dem Moment wurde mir klar: "Mädel, das wird dich Geld kosten."

Tat es dann auch. 

Jedoch bereue ich das nicht. Dazu aber gleich mehr. 
Jedenfalls sahen die ersten professionellen Bilder von mir eben genau so, wie der Inhalt meines Kleiderschrankes aus: "Grau", "Schwarz", "Langweilig",  "Sackig" und "OH! ...ach neh, doch nicht.", unabhängig vom Können des Fotografen - aus Mist kann man eben doch nicht immer Gold machen.  

Doch ich verbesserte mich von Zeit zu Zeit, achtete beim Kauf neuer Kleidung auf Vielfältig- und Shootingtauglichkeit (denn Geld um zwei separate Kleidungbestände anzuschaffen, hatte und habe ich definitiv nicht), veränderte hin und wieder Frisur und Haarfarbe und setzte mich intensiver mit der Kunst des Schminkens auseinander. Man kann also sagen:
"So wie meine Bilder sich stetig verändert haben, so veränderte auch ich mich als logische Konsequenz, zum Positiven, wie ich finde." Denn verglichen zu damals, bin ich heute wesentlich selbstzufriedener und sehe viele Dinge gelassener. Durch das regelmäßige Betrachten der eigenen Erscheinung fallen immer wieder Dinge an einem selbst auf, die man verbessern, verändern oder gar ganz sein lassen kann. Ich lernte zu lächeln, mich selbstbewusst darzustellen, ich wurde offener und selbstsicherer. Man nimmt sich selbst nach einer Zeit einfach viel intensiver wahr. Dennoch würde ich mich nicht als eingebildete "Möchte-gern-Fame-sein-und-denkt-sie-ist-es-schon"-Schnalle bezeichnen. Denn trotz alle dem, bilde ich mir tatsächlich ein, mit meinem geistigen Gedankengut auf Planet Erde geblieben zu sein. 
Ja, und mitten auf meinem steilen Weg in die Selbstzufriedenheit erreichte sie mich dann: 
Meine erste Einladung zu einer Misswahl. Diejenige die als Siegerin hervorging, durfte Deutschland bei einem internationalen Schönheitswettbewerb in Singapur vertreten. 
Kopfkino sag' ich da nur...das werde ich in meinem nächsten Post behandeln :)

 (Eins meiner ersten Fotos - in einem "grauen" und "sackigem" Kapuzenpulli. Was
 habe ich dem Fotografen nur angetan...by: SES - Foto - design)



Wie alles anfängt


 (by Stefan Muderack/Blende1Komma8)

Hauptberuflich Studentin, nebenberuflich Schuhverkäuferin und von Hobby Model für Arme - kurz: Modeleuse. Das bin Ich. Trotz meiner nicht ganz optimalen Eignung als Model, konnte Ich meinen ganz eigenen Nischenmarkt finden und hier und da, eine interessante Erfahrung abgreifen. So verwirkliche ich ganz nebenbei, meinen kleinen Traum vom Leben als Model... - das heißt: Natürlich in der Suppenterrinen-Variante. 

Mit meinen bescheidenen Zeilen möchte ich nun meine Erfahrungen, Erlebnisse und Gedanken als "professionelle" Modeleuse mit euch teilen. Natürlich immer mit einem Augenzwinkern! Berichten möchte Ich in Kürze beispielsweise über Miss-Wahlen, Videodrehs und Fotoshootings, bei denen Ich bisher mitwirken durfte. 

 Erstmal jedoch etwas zu meinen Anfängen: Viele mögen es vielleicht kennen: Man sitzt vor dem TV und wird mit sämtlichen Schönheits- und/oder Modelshows bombadiert. Man sieht wie junge Mädchen, getrieben von Model Mama Heidi, innerhalb kürzester Zeit über die Laufstege dieser Welt stolpern und plötzlich denkt man sich: "Das kann ich auch!"...nun ja, Ich konnte es nicht ganz, aber mein erster Anlauf war ein netter Versuch und nett ist die kleine - Ihr wisst schon. Da Ich also recht früh zu der Einsicht gelang, dass es möglicherweise mit 1,68 schwer werden könnte in eine Agentur aufgenommen zu werden, machte ich mich auf die Suche nach anderweitigen Lösungen. Was ist da besser geeignet als das Internet, mag man denken - und so tappte ich auch schon freudestrahlend und voller Hoffnung, in die Falle einer Online-Betrüger-Agentur. Nachdem sich dann später, die dritte, postalisch zugesandte, Mahnung des Inkassobüros, auch vor den Eltern nicht mehr verbergen ließ (Ich war 17), konnten wir diese Betrüger dann doch noch in Ihre Schranken weisen. 

Dieser Schock reichte mir dann auch für ein Jahr...bis Model Mama Heidi mit Ihrer zweiten Staffel kam!

Tja, und dann fand ich, auch im Internet (man lernt ja nie aus) die Plattform der Plattformen für alle, die gern Model sein möchten es aber wahrscheinlich nie werden, jedenfalls nicht im Sinne dessen, was sich Ottilie Normal unter einem Model vorstellt: www.model-kartei.de!
Anmelden, Profil einrichten, verpixelte Self-Shots hochladen - fertig! Die Star-Fotografen können kommen.....ha,ha.

 So viel zu meinem grandiosen Einstieg ins Geschäft.